Geschichte als politisches Instrument auf Instagram

Soziale Medien haben sich zu zentralen Arenen politischer Kommunikation entwickelt. In ihrer Publikation „Geschichte als Instrument politischer Parteien. Die AfD auf Instagram“ (https://www.grin.com/document/1716121), erschienen im April 2026 bei GRIN, analysiert Anna Reißberg, wie die AfD historische Bezüge auf Instagram gezielt einsetzt, um politische Narrative zu formen. Anhand visueller Kommunikation zeigt sie, wie Geschichte, Symbole und Erinnerungen zur Konstruktion von Identität, Opferrollen und nationalen Deutungsmustern genutzt werden.

Bilder allein haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht nur Meinungen beeinflusst, Weltbilder geprägt und die Kultur geformt, sondern auch eine nicht unerhebliche Bedeutung in der medialen Kommunikation politischer Akteur:innen und Parteien entwickelt. Besonders Instagram ermöglicht es Parteien, politische Botschaften visuell verdichtet und emotional wirksam zu verbreiten. In ihrem Buch „Geschichte als Instrument politischer Parteien. Die AfD auf Instagram“ untersucht Anna Reißberg systematisch, wie Geschichte auf dieser Plattform selektiv erinnert, interpretiert und strategisch eingesetzt wird. Im Fokus steht die Frage, wie historische Narrative zur politischen Selbstinszenierung und Mobilisierung dienen.

Historische Narrative zwischen Bildpolitik und Identitätsstiftung

Anhand zahlreicher Instagram-Beiträge von AfD-Landesverbänden und prominenten Parteivertreter:innen identifiziert die Autorin fünf zentrale Strategien: Aufrufe zur Beschäftigung mit Geschichte, direkte historische Verweise, die Nutzung geschichtlich aufgeladener Begriffe, symbolische Bildsprache sowie die Inszenierung von Architektur und Denkmälern. Die Analyse verdeutlicht, wie Geschichte gezielt eingesetzt wird, um Nationalstolz zu fördern und politische Abgrenzungen zu schärfen.
Besonders die Darstellung der DDR, des Kaiserreichs und des Zweiten Weltkriegs zeigt, wie ein Opfernarrativ konstruiert und die AfD als vermeintliche Widerstandsbewegung inszeniert wird. Das Buch richtet sich an Studierende und Forschende der Geschichts-, Politik- und Medienwissenschaften, an Journalist:innen sowie an alle, die sich für politische Kommunikation, Erinnerungskultur und den Einfluss sozialer Medien auf demokratische Diskurse interessieren.

Das Buch ist im April 2026 im GRIN-Imprint Academic Plus erschienen (ISBN: 978-3-389-18698-5).

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1716121

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

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