Explosives Thema: feuerbeständige Batterielagerschränke

Produkte nur sicher mit echter Zertifizierung nach VDMA 24994
Hersteller irritieren mit schwammigen Werbeaussagen
European Certification Body stellt gerade die ersten echten Zertifikate aus

Das neue Einheitsblatt VDMA 24994 kennzeichnet verlässliche Lagerschränke für Batterien

Frankfurt/M. – 08. April 2025. Batterien stecken in Werkzeugen der Industrie, in E-Rollern der Verleiher, in Bikes von Radhändlern, Lieferdiensten etc. Wer sie nutzt, braucht einen feuerbeständigen Lager- und Ladeschrank – verlässliche Modelle kennzeichnet das neue Einheitsblatt VDMA 24994. Aber Vorsicht: Im Umlauf sind irreführende und schwammige Bezeichnungen wie „in Anlehnung an die VDMA 24994“ oder „geprüft nach VDMA 24994“. Beide garantieren nicht, dass der Schrank zertifiziert ist – manchmal handelt es sich nur um eine Herstellerprüfung. Entscheidend ist der Nachweis einer Zertifizierungsstelle wie der European Certification Body GmbH. Sie stellt gerade die ersten Zertifikate aus. Batterieschränke ohne Zertifikat können für gewerbliche Nutzer zum höchst explosiven Thema werden.

Ziel des Einheitsblatts: eine einheitliche Richtlinie

Aufbewahrungsschränke mit einer Zertifizierung nach VDMA 24994 schützen vor Batteriebrand und vor Explosionen innerhalb des Schranks. Sie verhindern auch die Feuerausbreitung von einer Batterie zur nächsten, die sogenannte „Propagation“. Durch den Anschluss einer Absauganlage lässt sich zudem das Risiko der Gasentwicklung nochmals reduzieren. Entwickelt haben die VDMA 24994 Branchenvertreter und Sicherheitsexperten, ihr Ziel war eine einheitliche Richtlinie. Unabhängige Kontrolleure checken bei den Herstellern, ob alle Punkte des Einheitsblatts korrekt geprüft wurden, ob die Unterlagen stimmen und ob die Produkte nach der Anerkennung hergestellt werden.

VDMA 24994 deckt Hauptrisiken verlässlich ab

„Diese Lösung ist sehr gut – sie deckt die Hauptrisiken ab. Zurzeit beobachten wir allerdings drumherum eine gewisse „Wildwestmanier““, warnt Falko Adomat, Geschäftsführer der European Security Systems Association (ESSA). „Hersteller nutzen das Einheitsblatt für teils falsche, teils irreführende Werbeversprechen, obwohl ihre Produkte gar nicht zertifiziert sind. Und auch nicht unbedingt die hohen Forderungen des Einheitsblatts erfüllen.“ Auch der ausschließliche Hinweis auf die Norm EN 14470-1 trügt – diese ist nicht mit der VDMA 24994 vergleichbar. Die EN 14470-1 ist für die Lagerung von Flüssigkeiten gedacht, sie prüft nur eine relativ langsame Brandausbreitung von außen, das Explosionsrisiko innerhalb des Schranks ist nicht abgedeckt. Mit der konkret auf die Risiken der Batterielagerung zugeschnittenen VDMA 24994 ist die EN 14470-1 daher nicht vergleichbar.

Auf maximale Energieangabe und Ausgabestand des Einheitsblatts achten

Falko Adomat rät auch, nach einem Hinweis auf die Energieangabe zu schauen: „Die Angabe der maximalen Batterieenergie im Schrank ist bei den nach VDMA 24994 zertifizierten Produkten Pflicht.“ Relevant ist zudem der Ausgabestand des Einheitsblatts: Aktuell ist die VDMA 24994:2024-08, in einer älteren Version von 2023 fehlen noch mögliche Gefahren. Auch bei Schränken, die „in Anlehnung“ an die VDMA 24994 beworben werden, sollte der Kunde genau kontrollieren, welche Teile des Einheitsblatts nicht erfüllt werden.

Vier verschiedene Schutzklassen

Wer sich an der neuen Zertifizierung orientieren möchte, hat die Wahl zwischen vier Schutzklassen: I, I/O30, I/O60 und I/O90. Die meisten decken bereits einen Großteil der Risiken ab, I/O30, I/O60 und I/O90 schützen zusätzlich vor einer Brandlast außerhalb des Schranks über 30, 60 oder sogar 90 Minuten.

Background ESSA
ESSA – The International Security Association ist der führende internationale Verband der physischen Sicherheitsbranche mit Sitz in Frankfurt/Main. ESSA hat zurzeit über 100 Mitglieder aus fünf Kontinenten.

Fotos: ESSA
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