Essen soll Spaß machen!

Genuss, Freude und Neugier vermitteln

Foto: Fotolia / contrastwerkstatt

sup.- Das weit verbreitete Problem von Übergewicht, Untergewicht und Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt immer mehr Eltern. Das früher beliebte Motto „es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“ scheint heute nicht mehr auszureichen. Die allgegenwärtigen Gesundheitsdiskussionen im Zusammenhang mit der Ernährung verunsichern Eltern zunehmend. Gelobt werden meist Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch. Diese als gesund bezeichneten Nahrungsmittel reichen für Kinder jedoch ebenso wenig wie für Erwachsene aus, um eine ausgewogene, abwechslungsreiche Versorgung des Organismus mit allen Nährstoffen sicherzustellen. Außerdem entsprechen sie selten den Geschmacksvorlieben der Sprösslinge.

Hinzu kommt: Es ist fatal, wenn Essen und Trinken nur noch unter rein funktionalen Aspekten betrachtet werden. Damit wird die bedeutende Chance vergeben, positive Erlebnisse wie Genuss, Freude und Neugier mit Mahlzeiten zu verbinden. „Genuss ist elementarer Bestandteil der Selbstfürsorge und trägt zur seelischen Balance bei“, betont der Psychologe Dr. Rainer Lutz (Philipps-Universität Marburg). Als „Genuss-Experte“ hat er das Erlebnis-Portal genuss-tut-gut.de sowie das Ratgeber-Portal komm-in-schwung.de mitgestaltet. Er appelliert an Eltern, ihren Kindern vorzuleben und zu vermitteln, dass Mahlzeiten kleine Genießer-Auszeiten und Geschmackserlebnisse sein können. In diesem Kontext haben Gesundheitsargumente oder gar Verbote nichts zu suchen, sondern wirken viel eher kontraproduktiv.

Ohnehin ist es auch unter ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll, wenn Lebensmittel in Kategorien wie gesund oder gut bzw. ungesund oder schlecht eingeteilt werden. Allein entscheidend für eine ausgewogene Versorgung ist nämlich die Gesamtauswahl und nicht einzelne Produkte. Und ob diese Gesamtauswahl und damit auch die Energiebilanz im Lot sind, hängt wesentlich vom jeweiligen Lebensstil ab. Kinder und Jugendliche, die täglich ausgiebig körperlich aktiv sind, brauchen sich um zu viele Kalorien keine Sorgen zu machen. Fazit der Ernährungspsychologen: Statt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, bloß bei der Ernährung der Sprösslinge nichts falsch zu machen, sollten Eltern ihren Kindern Freude und Spaß am Essen vermitteln, deren Geschmacksvorlieben berücksichtigen und gleichzeitig Lust darauf wecken, neue Nahrungsmittel auszuprobieren. Damit schaffen sie die besten Voraussetzungen, um Gewichtsproblemen und Essstörungen vorzubeugen.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Hasselwander-PR

PR-Neuigkeiten: Das individuelle Partnernetzwerk

Recent Posts

In jeder fünften Beziehung ist „Ich liebe Dich“ selten geworden (Studie)

Auswertung unter 8.000 Frauen in Beziehung Auswertung der Beziehungs-App AmaMi unter fast 8.000 Frauen: Liebesworte…

7 Minuten ago

ARAG Recht schnell…

Aktuelle Gerichtsurteile auf einen Blick ARAG: Aktuelle Gerichtsurteile auf einen Blick+++ Bei Schulplatzvergabe zählt Wohnortnähe…

31 Minuten ago

Bis zu 100 Euro Cashback – Hansgrohe Jubiläumsaktion

Zum 125-jährigen Jubiläum startet hansgrohe eine Cashback-Aktion auf ausgewählte Showerpipes der Serien Raindance Alive und…

31 Minuten ago

Wenn der Sinn dort beginnt, wo der Verstand keine Antwort findet

„White Eagle“: Christian Frautschi erzählt von Nahtoderfahrungen, innerer Führung und einem außergewöhnlichen Lebensweg Buchcover von…

31 Minuten ago

Vorbeugen mit 20, gewinnen mit 80

Zum Welt-Alzheimertag am 21. September erinnert der DBV: Demenzvorbeugung beginnt Jahrzehnte vor dem Ruhestand. Alle…

45 Minuten ago

Wer Bridge lernt, lernt eine neue Sprache

Zum Welttag der Alphabetisierung am 08. September wirbt der Deutsche Bridge-Verband für das Lernen durch…

45 Minuten ago