Empfehlungen sind problematischer Eingriff in bewährte genossenschaftliche Strukturen

Sachstandspapier des Kartellamts zu Milch-Lieferbeziehungen

(Mynewsdesk) München, 13. März 2017 – Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) reagiert mit Unverständnis auf ein heute vom Bundeskartellamt veröffentlichtes Sachstandspapier zu den Lieferbeziehungen von Milcherzeugern und Molkereien. Darin gibt die Behörde Empfehlungen für die Ausgestaltung der Lieferbeziehungen im Milchsektor, die auch an den Kern bewährter Strukturen genossenschaftlicher Molkereien rühren. Hintergrund ist ein seit April 2016 laufendes Verfahren zu den Lieferbedingungen für konventionell erzeugte Rohmilch.

Dazu Jürgen Gros, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB): „Die Empfehlungen des Kartellamts sind ein problematischer Eingriff in die genossenschaftlichen Strukturen, die auf den Grundsätzen der Selbstverantwortung, Selbstbestimmung und Selbstverwaltung basieren. Sie bestehen seit mehr als 150 Jahren und haben sich bewährt. Die Milcherzeuger gestalten als Eigentümer der Genossenschaftsmolkereien die Vertragsbeziehungen in einem demokratischen Entscheidungsprozess und entwickeln sie im Sinne von Transparenz und Planungssicherheit kontinuierlich weiter. Die Empfehlungen des Kartellamts werden den Herausforderungen des Markts nicht gerecht und schwächen ohne Not etablierte Strukturen.“

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Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) vertritt die Interessen von 1.278 genossenschaftlichen Unternehmen. Dazu zählen 260 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie 1.018 ländliche und gewerbliche Unternehmen mit insgesamt rund 51.000 Beschäftigten und 2,9 Millionen Mitgliedern. Damit bilden die bayerischen Genossenschaften eine der größten mittelständischen Wirtschaftsorganisationen im Freistaat. (Stand: 31.12.2016)

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