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DEKRA empfiehlt regelmäßige Checks

Nachholbedarf bei älteren Heizöltanks

Die DEKRA empfiehlt einen regelmäßigen Check der Heizöltankanlage um Schäden zu vermeiden. (Bildquelle: Bundesverband Lagerbehälter e.V., Würzburg)

Würzburg, April 2019. Viele Heizöltanks in Deutschland sind in die Jahre gekommen, entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und sind anfälliger für Mängel. Hausbesitzer sind daher ver-pflichtet, ihre Anlage regelmäßig zu checken und warten zu lassen, erinnern die Sachverständigen von DEKRA, Deutschlands führender Prüfgesellschaft für Automobile und technische Anlagen.
Nach Branchenschätzungen sind etwa 3,6 Millionen Heizöltankanlagen in Deutschland schon mehr als 25 Jahre alt, etwa eine halbe Million sogar älter als 30 Jahre. Mit zunehmendem Alter der Tanks steigt das Risiko von technischen Mängeln stark an. „Die Betreiber einer Heizöltankanlage sind verpflichtet, diese mehrmals jährlich auf äußerlich sichtbare Mängel zu kontrollieren und regelmäßig warten zu lassen“, sagt Jürgen Zimmer, Experte für Tankprüfungen bei der DEKRA. „Für ältere Anlagen ist dies ganz besonders wichtig, zum Beispiel mit Beginn der Heizperiode, vor einer längeren Abwesenheit sowie vor und nach dem Befüllen.“
An einigen typischen Fragestellungen kann jeder Öltankbesitzer erkennen, ob der Verschleiß seiner Anla-ge schon zu weit fortgeschritten ist, beispielsweise wenn sich das Tankdach des Öltankbehälters nach unten absenkt oder wenn der Auffangraum bereits Risse oder Abplatzungen zeigt.

Freiwillige Überprüfung alter Heizöltanks empfohlen

Es gibt aber auch Mängel, die für den Laien gar nicht zu erkennen sind, wie etwa Defekte an Leckanzei-gern oder Grenzwertgebern, die vor dem Auslaufen oder Überfüllen des Tanks warnen. Experte Zimmer: „Deshalb empfehlen wir grundsätzlich eine freiwillige Überprüfung veralteter Heizöltankanlagen, auch wenn diese für bestimmte Altanlagen nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.“

Heizölschäden können teuer werden

Heizölschäden, die den Boden oder das Grundwasser verunreinigen und einen Verstoß gegen die gesetzlichen Vorschriften darstellen, können sehr teuer werden. Neben den Kosten für die Besei-tigung des Schadens drohen dem Verursacher auch hohe Bußgelder. Bei Verstößen gegen die Prüf- und Wartungsvorschriften tritt selbst eine Gewässerschutzversicherung nur eingeschränkt für Schäden ein.

Seit 2017 gilt die Fachbetriebspflicht

Wichtig zu wissen: Für die Sicherheit von Heizöltankanlagen ist seit August 2017 bundesweit die „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ (AwSV) maßgeblich. Eine wichtige Neuerung ist die Fachbetriebspflicht für oberirdische Anlagen über 1.000 Liter Volu-men. Demnach müssen Arbeiten wie die Errichtung, Innenreinigung, Instandsetzung oder Stillle-gung, von einem zertifizierten Fachbetrieb nach Wasserrecht ausgeführt werden.

Mehr Sicherheit durch neue Grenzwertgeber

Außerdem müssen jetzt auch Grenzwertgeber alter Bauart mit Lochhülse im ausgebauten Zustand jährlich vom Fachmann geprüft werden. DEKRA empfiehlt den Besitzern älterer Tankanlagen, prü-fen zu lassen, ob noch ein solcher Grenzwertgeber verbaut ist. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich die Installation eines neuen Grenzwertgebers mit Schlitzhülse, der sich durch höhere Funkti-onssicherheit auszeichnet.

Moderne Tanksysteme bieten Vorteile

Bei Tanks aus thermoplastischen Kunststoffen, die schon mehr als drei Jahrzehnte alt sind, kann es auch sinnvoll sein, über die Anschaffung eines modernen Öltanks nachzudenken. Die neuen dop-pelwandigen Systeme oder Tanks mit integrierter Auffangwanne brauchen keinen zusätzlichen be-schichteten Auffangraum, sie sind leichter und platzsparender, außerdem verhindern effiziente Diffusionssperren die Ausbereitung von Ölgeruch im Haus. Weitere Informationen unter www.dekra.de, Stichwort Heizöltank oder unter der Service-Hotline 0711-7861-3900. Ebenso kann sich der Verbraucher informieren bei der Verbraucherkampagne „Sicherer Öltank“ unter: www.sicherer-oeltank.de

Im Bundesverband Lagerbehälter e.V. (bl e.V.) sind die führenden Hersteller von Behältern in Deutschland zusammengeschlossen.
Sie bieten für den gewerblichen und auch den privaten Anwender alle Arten von Tanktypen aus den Werkstoffen PE, PA, GFK und Stahl.

Firmenkontakt
Bundesverband Lagerbehälter e.V.
Dr. Wolfram Krause
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0931 / 35 292 0
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