Das Modulsystem im Gesundheitswesen steigert die Effizienz

Interview mit Sonja Losch, Vertriebsleitung Medical Systems bei ZARGES, über den Nutzen der modulare Versorgungs- und Lagerungssystematik im Gesundheitswesen

Frage: Wie kann das ZARGES Modulsystem die Kliniken bei der Effizienzsteigerung in der Materialwirtschaft unterstützen?

Sonja Losch: Der Kostendruck im Gesundheitswesen ist enorm und zwingt Einkauf und Materialwirtschaft in den Einrichtungen neue Wege zu gehen. Die herkömmlichen Prozesse in der Materialwirtschaft haben unter Effizienz- und Kostengesichtspunkten große Nachteile. Nicht selten ist das Material auf Stationen und Funktionsbereichen unübersichtlich gelagert und die Lagerhaltung entspricht oftmals nicht den hygienischen Anforderungen. Die manuellen Bestellvorgänge sind zeitaufwändig und können durch Schreib- oder Lesefehler zu Fehllieferungen führen. Durch nicht genau definierte Bestellmengen kann es zu Über- oder Unterversorgung mit bestimmten Gütern kommen. Bei unsystematischer Lagerung besteht zudem die Gefahr der Überschreitung von Verfallsdaten.

Frage: Welche konkreten Vorteile ergeben sich durch das ZARGES Modulsytem?

Sonja Losch: Eine standardisierte Stationsausstattung mit identisch eingerichteten Modulschränken und mit Barcodeetiketten für alle wiederkehrenden Verbrauchsgüter führt zu einer übersichtlichen Lagerhaltung und zu effizienten Bestellabläufen. Bei der Lagersystematik First In/First out (Fi/Fo = doppelte Lagersystematik) wird auf Basis einer Verbrauchsauswertung kann die Verbrauchsmenge zwischen zwei Versorgungsfrequenzen ermittelt und festgelegt werden. Durch diese genau definierte Bestell- und Nachschubmengen ergibt sich ein kontinuierlicher Materialfluss, so dass Überschüsse oder Engpässe nahezu ausgeschlossen werden und alle Materialien immer am selben Lagerplatz vorrätig sind. Das Modulsystem unterstützt zudem durch vorgegebene und genau festgelegte Fachgrößen je Artikel die definierten Lager- und Bestellmengen und reduziert dadurch die Kapitalbindung innerhalb der Pflegeabteilungen.
Jedes Material wird an seinem Lagerplatz mit einer Bestelletikette kennzeichnet. Darauf sind alle relevanten Daten (z.B. Anforderungsstelle/Raum/Schrank/Fach/Teilfach sowie Bestellmenge) als Klartext enthalten und im Strichcode hinterlegt. Die eigentlich Bestellung kann daher durch sogenannte Versorgungsassistenten durch scannen der Barcodes erfolgen. Das Stationspersonal löst lediglich die eigentliche Bestellung aus in dem es entweder farblich gekennzeichnete Etikette wendet oder mit dem neuen innovativen ZARGES Ampelsystem durch Schiebestellung den Bedarf anzeigt. Das einsortieren der Lieferungen kann ebenfalls durch den Versorgungsassistenten übernommen werden. Das zusammen entlastet das Pflegepersonal deutlich und dieses kann sich seiner Kernaufgabe, der Pflege der Patienten, widmen.

Frage: Wie wurde das ZARGES Modulsystem entwickelt?

Sonja Losch: Das ZARGES Modulsystem gibt es nun bereits seit fast 20 Jahren. Von Beginn an haben wir uns sehr stark an der Praxis orientiert und unsere Produkte durch den guten Kontakt zu unseren Partnern und Kunden kontinuierlich weiterentwickelt. und durch sinnvolle Innovationen ergänzt. Unsere Fachgebietsberater haben immer ein offenes Ohr für Kundenbedürfnis und gemeinsam mit unseren Ingenieuren entstehen auf dieser Basis neue Produkte. Bei ZARGES Medical geht es nicht alleine um Produkte. Wir wollen unseren Kunden auch langfristig zur Seite stehen und unterstützen deshalb von der Analyse- und der Planungsphase, über die Lieferung auch bei der Umsetzung und Einführung der modularen Versorgungssystematik.

ZARGES gehört zur ZARGESTUBESCA Gruppe mit Sitz in Weilheim in Oberbayern. Ein weltweit tätiges Unternehmen mit ca. 1600 Mitarbeitern und 7 Produktionsstätten in Europa. Innovative Technologien und die wachsende Erfahrung mit dem hochwertigen Werkstoff Aluminium machen ZARGES zu einem führenden Unternehmen in den drei großen Geschäftsbereichen
Steigen – Verpacken, Transportieren, Lagern – Spezialkonstruktionen.

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