Das große Potenzial von Stammzellen

Grundlage für die individualisierte Medizin

Grafik: Supress (No. 5715)

sup.- Stammzellen sind die Ursprungszellen des Menschen. Sie können sich durch Teilung nahezu unbegrenzt vermehren und alle Zell- und Gewebetypen des Körpers (siehe Grafik) bilden. „Je nach Herkunftsort der Stammzellen wird zwischen embryonalen (aus dem Embryo), fetalen (aus dem Fötus) und adulten (von Säuglingen, Kindern, Erwachsenen) Stammzellen unterschieden“, erklärt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Für die Forschung und Medizin sind Stammzellen aus dem Blut und Gewebe der Nabelschnur von Säuglingen am wertvollsten. Sie sind im Gegensatz zu embryonalen sowie fetalen Stammzellen ethisch völlig unbedenklich und weisen von den adulten Stammzellen das höchste Teilungs- und Spezialisierungspotenzial auf. Zudem sind Stammzellen aus der Nabelschnur unbelastet und in der Regel frei von Viren.

Die Stammzellforschung hat in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte erzielt. Führende Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass zukünftig auch große Volkskrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder neurologisch degenerative Schädigungen wie Multiple Sklerose therapierbar sein werden ebenso wie Autoimmunerkrankungen, z. B. Diabetes mellitus Typ-1. Der Einsatz von Stammzellen ist jedoch nicht nur eine vielversprechende Vision der individualisierten Medizin der Zukunft, sondern wird bereits heute schon mit großem Erfolg z. B. bei onkologischen Erkrankungen, bei Störungen des blutbildenden Systems oder bei kindlichen Hirnschädigungen genutzt. Dabei gilt sowohl für gegenwärtige wie auch für künftige Einsatzmöglichkeiten von Stammzellen: Die besten Optionen haben Patienten, die mit körpereigenen Stammzellen, die aus der Nabelschnur gewonnen und fachgerecht eingelagert wurden, behandelt werden können. Der Grund: Bei solchen so genannten autologen Anwendungen besteht eine sehr gute Verträglichkeit und ein minimales Abstoßungsrisiko.

Eltern haben bereits seit einigen Jahren die Chance, diese optimalen Voraussetzungen für ihre Kinder zu schaffen, damit ihr Nachwuchs im Bedarfsfall von dem großen Potenzial der Stammzelltherapie profitieren kann. Werdende Mütter sollten ihren Frauenarzt darauf ansprechen, wenn sie Interesse an einem Stammzelldepot für ihr Kind haben. Die größte und erfahrenste Stammzellbank hat das Unternehmen Vita 34 ( www.vita34.de) in Leipzig aufgebaut. Als einziger Anbieter im deutschsprachigen Raum ist sie berechtigt, Stammzellen aus Nabelschnurblut wie auch Nabelschnurgewebe fachgerecht einzufrieren. So wird das Altern der Stammzellen verhindert und das Therapiepotenzial bleibt erhalten.

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Redaktion Ilona Kruchen

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