Digitale Transformation, KI und Innovation
Karlsruhe, Juni 2026. Künstliche Intelligenz, digitale Souveränität, Startup-Dynamik und Fachkräftesicherung: Das CyberForum bestätigt seine Positionierung als wichtige Plattform für die technologische und wirtschaftliche Zukunft der TechnologieRegion Karlsruhe. Bei der Mitgliederversammlung am 25. Juni machte das Netzwerk deutlich, wohin die Reise geht – mit einem klaren Fokus auf KI, Innovation, neue Wachstumsfelder und den aktiven Aufbau einer digital vernetzten Gesellschaft.
„Die praktische Anwendung der KI beschleunigt sich weiter. Wer 2026 noch mit der Geschwindigkeit von 2025 arbeitet, fällt bereits zurück. Das Netzwerk des CyberForum wird immer wichtiger, um Schritt zu halten“, sagt CyberForum-Vorstandsvorsitzender Matthias Hornberger. Diese Dynamik prägt inzwischen nahezu alle Aktivitäten des Netzwerks – von Künstlicher Intelligenz über Fachkräftesicherung bis hin zu Innovation und Gründung.
„Die digitale Transformation ist längst mehr als ein Technologiethema. Sie verändert Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft grundlegend. Gerade durch KI erleben wir eine enorme Beschleunigung, aber auch große Chancen. Unsere Aufgabe ist es, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und Unternehmen, Startups und Talente dabei zu unterstützen“, betont CyberForum-Geschäftsführer David Hermanns.
Diese Entwicklung wird auch extern bestätigt: Im Rahmen des Exzellenzprogramms go-cluster des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz wurde das CyberForum vom European Secretariat for Cluster Analysis (ESCA) mit dem Silber-Label ausgezeichnet. Die Zertifizierung zählt zu den wichtigsten Qualitätsnachweisen für Clusterorganisationen in Europa.
Vom Konzept zum Erfolgsmodell – ein Plan geht auf
Besonders sichtbar wird diese Entwicklung inzwischen am Smart Production Park in Karlsruhe. Der gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung aufgebaute Innovationscampus rund um Digitalisierung, KI und moderne Produktion hat die angestrebte Zielauslastung erreicht und entwickelt sich zunehmend zu einem der sichtbarsten Innovationsstandorte der Region. Startups, Technologieunternehmen und Forschung arbeiten dort Tür an Tür an den Technologien von morgen.
Die KI-Welle erreicht die Praxis
Parallel dazu baut das CyberForum seine Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz massiv aus. Mit dem KI-Innovation Lab hat sich eine Anlaufstelle für Unternehmen etabliert, die KI-Projekte schneller, praxisnaher und strategischer umsetzen wollen – von ersten Potenzialanalysen über Fördermittel bis hin zur konkreten Implementierung durch einen passgenauen Experten aus dem Mitgliederpool des CyberForum. Gleichzeitig arbeitet das Netzwerk am Aufbau einer eigenen KI-Expertendatenbank, die Unternehmen künftig gezielt mit passenden Spezialist:innen und Umsetzungspartnern vernetzen soll. Mit Code.KI.Karlsruhe wurde zudem eine Fokusgruppe als neue Special Interest Group geschaffen, die sich gezielt den tiefgreifenden Veränderungen von KI in der Softwareentwicklung widmet.
Auch Karlsruhe selbst wird als Innovationsstandort immer sichtbarer. Mit Formaten wie der KI-Connect sowie dem InnovationFestival @karlsruhe.digital und der Bunten Nacht der Digitalisierung schafft das CyberForum gemeinsam mit Partnern gezielt Räume für Austausch, Vernetzung und neue Kooperationen. Während die KI-Connect Unternehmen, Forschung und Startups rund um konkrete KI-Anwendungen zusammenbringt, bietet das InnovationFestival im Rahmen der Initiative karlsruhe.digital – gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe organisiert – digitalen Innovationen „Made in Karlsruhe“ eine Bühne. Gleichzeitig bleibt auch das vom Bundesforschungsministerium geförderte Kompetenzzentrum KARL der Region erhalten. Das Projekt hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Brücke zwischen Forschung und Praxis etabliert und zahlreiche Unternehmen beim Einstieg in die Künstliche Intelligenz unterstützt. Nach dem offiziellen Projektende im März 2026 werden zentrale Aktivitäten und Netzwerke fortgeführt und weiterentwickelt.
Der Kampf um Talente wird zur Zukunftsfrage
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Fachkräftesicherung. Mit dem Projekt bits@work unterstützt das CyberForum kleine und mittelständische Unternehmen dabei, Ausbildung, Nachwuchsgewinnung und modernes Ausbildungsmanagement neu zu denken. Gleichzeitig baut das Projekt Open IT seine Aktivitäten deutlich aus: Dank einer Verdoppelung des Budgets bei gleichzeitig verdoppelten Zielzahlen können künftig deutlich mehr internationale IT-Fachkräfte auf ihrem Weg in den regionalen Arbeitsmarkt begleitet werden.
Gemeinsam mit der KI-Allianz Baden-Württemberg und der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg arbeitet das CyberForum zudem an einem landesweiten Zukunftsprojekt, das zeigt, wie KI bereits heute konkret zur Fachkräftesicherung beitragen kann. In hochwertig produzierten Video-Porträts werden Unternehmen und Organisationen aus Baden-Württemberg begleitet, die KI erfolgreich einsetzen – etwa zur Entlastung von Mitarbeitenden, für effizientere Prozesse oder zur besseren Nutzung von Wissen und Ressourcen.
Aus Gründungen werden Wachstumsunternehmen
Auch das Thema Gründung gewinnt weiter an Dynamik. Allein im Jahr 2025 begleitete das CyberLab, der Startup-Accelerator im CyberForum, 60 technologieorientierte Gründungen und baut damit seine Rolle als eine der wichtigsten Startup-Schmieden des Landes weiter aus. Die Teams kommen insbesondere aus Zukunftsfeldern wie KI, IT-Sicherheit, Software und Smart Production. Wie erfolgreich sich diese Unternehmen entwickeln, zeigen Beispiele aus dem Netzwerk: Während FINDIQ eine Finanzierung über vier Millionen Euro einwerben und die Expansion in die USA vorantreiben konnte, sicherte sich Nesto in einer Series-A-Finanzierungsrunde elf Millionen Euro Wachstumskapital. Gleichzeitig entwickelt sich das landesweite EXI-Format „TeamUp“ zu einer wichtigen Plattform für Gründer und Co-Founder-Matching in Baden-Württemberg. Hinzu kommt die starke Entwicklung im Bereich Startup-Finanzierung: Als Betreuungspartner des Landesprogramms Start-up BW Pre-Seed verzeichnete das CyberLab 2025 das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte. Von 26 Bewerbungen erhielten 13 Teams eine Förderzusage, insgesamt wurden 2,56 Millionen Euro an Frühphasenfinanzierung für junge Tech-Unternehmen bewilligt.
Digitale Souveränität als Schlüsselfrage
Auch neue strategische Zukunftsfelder rücken stärker in den Fokus. Mit der Initiative Sicherheit & Verteidigung in der TRK (ISV) schafft das CyberForum eine Plattform für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Projekte rund um Defence Tech, Sicherheitstechnologien und innovationsgetriebene Zukunftsthemen.
Eine Arbeitsgruppe aus dem Steuerkreis der Initiative karlsruhe.digital erarbeitet derzeit zudem ein Manifest zur digitalen Souveränität. „Die digitale Souveränität wird zur strategischen Kernfrage für die Region, das Land und ganz Europa. Das CyberForum wird alles tun, um diesen für uns alle kritischen Prozess zum Erhalt von Unabhängigkeit und Wahlfreiheit in Fragen der technischen Infrastruktur zu unterstützen“, sagt Vorstandsvorsitzender Matthias Hornberger.
Die Zukunft beginnt im Klassenzimmer
Gleichzeitig treibt das Netzwerk die nächste Generation technologischer Bildung voran. Die technika | Karlsruher Technik-Initiative begeistert inzwischen wöchentlich rund 3.300 Kinder und Jugendliche für Technik, Informatik und Naturwissenschaften und unterstützt 221 Schulen und außerschulische Lernorte mit Material, Know-how und praxisnahen Formaten. Nach ersten Expansionen über Baden-Württemberg hinaus wird der deutschlandweite Ausbau nun weiter vorangetrieben.
„Wir bündeln unsere Kräfte heute stärker auf Zukunftsthemen, bei denen wir für die Region wirklich Wirkung entfalten können – von KI über Fachkräftesicherung bis hin zu Innovation und Gründung. Wir wollen die nächste Transformationsstufe aktiv mitgestalten“, so Hermanns.
Neue Köpfe für die nächste Phase
Personell stellt sich auch der Vereinsvorstand für die kommenden Jahre neu auf: Gerda Frank verabschiedet sich nach langjährigem Engagement als Schatzmeisterin und geschäftsführender Vorstand aus dem Gremium, um bewusst der nächsten Generation Platz zu machen. Ihre Nachfolge übernimmt Iris Schwenk (HQS Group) als neue Schatzmeisterin. Markus Hennig wechselt vom geschäftsführenden in den erweiterten Vorstand. Neu in den geschäftsführenden Vorstand rückt Robert Szilinski nach, Gründer und Vorstandsvorsitzender von esentri. Neu in den erweiterten Vorstand gewählt wurden außerdem Corinna Jahn (adjusted ventures), Dirk Schweinberger (tech-solute), Bernd Vermaaten (solute/billiger.de) sowie Andreas Mörder (INIT). Raphael Bächle (ehemals TelemaxX) scheidet aus dem erweiterten Vorstand aus. Sven Schmidt-Rohr scheidet ebenfalls aus und übernimmt künftig die Rolle des Sprechers des Vorstands für das Thema Sicherheit und Verteidigung, eine neue Initiative im CyberForum.
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