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Bürokratieabbau 2013 – Fluch oder Segen?

Der Gesetzgeber verlagert mehr und mehr die Bürokratie auf den Unternehmer und deren Berater

Steuerberater Roland Franz

Essen, 18. Juli 2013*****Mit Wirkung vom 1. Januar 2013 hat sich der Gesetzgeber wieder umfangreiche Änderungen ausgedacht, die zu einer weiteren Belastung der Unternehmen führen. Unter Berücksichtigung einer Kostennutzenanalyse befürchtet Steuerberater Roland Franz, Geschäftsführender Gesellschafter der Steuerberatungs- und Rechtsanwaltskanzlei Roland Franz & Partner in Düsseldorf, Essen, Velbert, dass die Kosten den Nutzen wieder bei weitem überwiegen, und der Verwaltungsapparat weiter aufgebaut wird, statt – wie es das Bürokratieabbaugesetz sagt – die Bürokratie abgebaut wird. So ergibt sich im Rahmen der Lohnbuchführung aktuell bei den Minijobs eine Änderung. Der monatliche Höchstbetrag, den derartige Aushilfen verdienen dürfen, beträgt jetzt nicht mehr 400,00 EUR, sondern ab dem 1. Januar 2013 450,00 EUR. Die sogenannte Gleitzone wurde ebenfalls verändert, und zwar von 400,00 EUR bis 800,00 EUR auf 450,00 EUR bis 850,00 EUR.

„Im ersten Moment denkt man, dass dies ein Vorteil für Arbeitnehmer und Arbeitgeber darstellt. Aber weit gefehlt. Ab 1. Januar 2013 muss man bei den sogenannten Minijobs jeden einzelnen Fall prüfen und mit dem Arbeitgeber die Erhöhung besprechen und ggf. eine Befreiung der Rentenversicherung beantragen. Das war nach altem Recht nicht so vorgesehen. Es führt weiter zu zusätzlichem Aufwand in der Lohnbuchhaltung, da die Personaldaten bei den Aushilfen entsprechend geändert werden und auch über Sozialversicherungsmeldungen der Minijobzentrale gemeldet werden müssen“, erklärt Steuerberater Roland Franz.

Durch die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte hat der Gesetzgeber derzeit die Überwachung und Überprüfung der Richtigkeit der Eintragungen auf den Arbeitgeber bzw. auf dessen Berater übertragen. Vorher war hierfür allein der Arbeitnehmer zuständig. Er musste, wenn die Lohnsteuerkarten zugestellt worden sind, die Eintragungen überprüfen und dafür sorgen, dass notwendige Änderungen durchgeführt worden sind. Auch hier werden die Unternehmen weiter belastet.

Bei der Anmeldung zur ELSTAM müssen die Arbeitnehmer zu dem Verfahren durch den Arbeitgeber oder dessen Berater beim Finanzamt angemeldet werden (per DEÜV). Nach elektronischer Anmeldung müssen die Daten, die bei der Finanzverwaltung gespeichert werden, rückübertragen und manuell geprüft werden. Wenn nicht ein Ansturm von Arbeitnehmern in Kauf genommen wird (bei direkter Verarbeitung von evtl. falsch gespeicherten Daten), was einen noch höheren Aufwand der wieder zu korrigierenden Lohnabrechnungen bedeuten würde. Das heißt, diese müssen mit dem Datenbestand in der Lohnbuchhaltung abgeglichen werden. Abweichungen müssen dann mit dem Mandanten bzw. dem Arbeitnehmer besprochen werden (evtl. andere Steuerklasse oder ein fehlender Kinderfreibetrag).

Für Steuerberater Roland Franz ist die Tendenz klar erkennbar: „Der Gesetzgeber verlagert mehr und mehr die Bürokratie auf die Unternehmer und deren Berater. Auch hier sind die Volksvertreter gefordert“.

Was im Gründungsjahr 1979 mit klassischer Steuerberatung begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem fachübergreifenden Full-Service-Angebot entwickelt. Die Kanzlei Roland Franz & Partner in Düsseldorf, Essen und Velbert ist seit mehr als 30 Jahren die erste Adresse für kompetente Steuerberatung, Rechtsberatung und mehr. Die rund 40 Mitarbeiter der drei Niederlassungen bieten individuelle, auf die jeweilige Situation angepasste, Lösungen. Die ersten Schritte zur Realisierung einer fachübergreifenden Mandantenberatung wurden bereits Anfang der 90er Jahre durch Kooperation mit einer Wirtschaftsprüfungspraxis und einer Rechtsanwaltskanzlei im gleichen Hause geschaffen. Heute bietet Roland Franz & Partner als leistungsstarke Partnerschaftsgesellschaft vielfältige Beratungs- und Serviceleistungen aus einer Hand, die für die Mandanten Synergieeffekte auf hohem Niveau sowie eine Minimierung des Koordinationsaufwandes gleichermaßen nutzbar machen.

Kontakt
Roland Franz & Partner, Steuerberater – Rechtsanwälte
Bettina M. Rau-Franz
Moltkeplatz 1
45138 Essen
0201-81095-0
kontakt@franz-partner.de
http://www.franz-partner.de

Pressekontakt:
GBS-Die PublicityExperten
Dr. Alfried Große
Am Ruhrstein 37c
45133 Essen
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