Brandgefahr: Mund-Nasen-Schutz mit Draht nicht in der Mikrowelle desinfizieren

Metalldraht wirkt wie Antenne / Maske fängt im Versuch Feuer

Der Mund-Nasenschutz wurde beim Versuch, ihn in der Mikrowelle zu desinfizieren, entzündet.

Wiederverwendbare Mund-Nasen-Masken sollten nach dem Tragen – mindestens einmal täglich – desinfiziert werden. Eine schnelle und bequeme Lösung für diese neue Alltagsaufgabe scheint die Mikrowelle zu sein. Doch Vorsicht: Bei Masken mit eingearbeitetem Draht kann es in der Mikrowelle schon nach wenigen Augenblicken zum Brandausbruch kommen.

Die elektromagnetischen Wellen in einem Mikrowellenherd versetzen die Wassermoleküle in Speisen und Getränken in Schwingung. Durch Reibung wird die Bewegungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt. Gegenstände aus elektrisch leitfähigen Stoffen – wie zum Beispiel der Metalldraht einer Mund-Nasenmaske – wirken in der Mikrowelle wie Antennen. Ihnen wird im Garraum eine große Menge Energie zugeführt. Es kann zum Funkenschlag oder zur starken Erhitzung kommen. Beides führt zur Entzündung des Maskenmaterials, bei dem es sich in der Regel um Baumwolle oder Cellulose handelt.

Zur Desinfektion von Masken mit eingearbeitetem Draht ist die Mikrowelle also vollkommen ungeeignet. Alternativ können die Masken bei 90° C in der Waschmaschine oder durch fünfminütiges Auskochen im Wasserbad auf den nächsten Einsatz vorbereitet werden.

Auf unserem YouTube-Kanal finden Sie ein Video des Brandversuchs zu diesem Thema.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kontakt
IFS Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V.
Ina Schmiedeberg
Preetzer Straße 75
24143 Kiel
0431 – 7 75 78 – 10
ifs@eckpunkte.com
http://www.ifs-ev.org

Hasselwander-PR

PR-Neuigkeiten: Das individuelle Partnernetzwerk

Share
Published by
Hasselwander-PR

Recent Posts

BITMi unterstützt „28 for all“

Ein 28. Regime für alle EU-Unternehmen Die Kampagne steht für ein 28. Regime, das alle…

1 Monat ago

„Eiszeit – ein Essay“

Peter Egli analysiert die Menschheitsgeschichte und wagt einen Blick in die Zukunft Zug, 2026 -…

1 Monat ago

MaBiS-Hub kommt: Frühzeitiges Handeln zahlt sich aus

So lassen sich Reputationsverlust und Vertragsstrafen vermeiden (Bildquelle: PTA GmbH)Mannheim, 17. März 2026. Die Energiebranche…

1 Monat ago

Balance 580X: Vitel vertreibt neuen Enterprise-Router von Peplink

Multi-Gigabit-Router für skalierbare Netzwerke mit High-Speed-Verbindungen und hohen Bandbreiten Balance 580X von PeplinkUnterschleißheim/München, 17. März…

1 Monat ago

Hühner halten im Wohngebiet: Welche Regeln gelten?

ARAG Experte Tobias Klingelhöfer über Aspekte bei der privaten Hühnerhaltung ARAG Experte Tobias Klingelhöfer über…

1 Monat ago

Immobilien-Experte Oliver Fischer begeistert über 200 Teilnehmer in Bochum: „Der erste Deal ist der wichtigste“

Bochum - Am Samstag, den 14.03.2026, setzte Oliver Fischer, einer der profiliertesten Akteure im deutschen…

1 Monat ago