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Boom bei Messaging Apps: LTE besiegelt das Ende der SMS

Die besten Zeiten des SMS-Dienstes sind vorbei, der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern: Sogenannte Messaging Apps ermöglichen nicht nur den Austausch von Textnachrichten, sondern auch den Versand von Fotos, Videos oder Audio-Dateien. Die Redaktion des Online-Portals www.lte-smartphone.de hat detaillierte Informationen zu Messaging-Diensten zusammengetragen und erklärt auch, wie Messaging Apps mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE funktionieren.

SMS-Umsätze schrumpfen seit Jahren
2007 erreichte die SMS ihren Höhepunkt mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden Euro beziehungsweise einem Anteil von 13,1 Prozent bei den Mobilfunkern. Seitdem geht der Umsatz immer weiter zurück. Mittlerweile erwirtschaftet der Kurznachrichtendienst noch einen Umsatz von etwa 2 Milliarden Euro; das sind 11 Prozent der Datenumsätze.

Gleichzeitig stieg der Umsatz mit den mobilen Daten von 1,6 Milliarden Euro (8,9 Prozent) im Jahr 2007 auf derzeit 4,4 Milliarden Euro an. Damit macht die mobile Datennutzung mittlerweile rund 25 Prozent des gesamten Mobilfunk-Umsatzes aus. Diese Daten ermittelte Dialog Consult in Zusammenarbeit mit dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM).

Messaging-Dienste: kostenlos und schnell
Die Entwicklung hin zum mobilen Internet ebnete den Weg für eine neue Art von Nachrichtendiensten – den Messaging Apps. So finden laut einer Umfrage von Lischke Consulting 60 Prozent der Bundesbürger den SMS-Dienst technisch veraltet. Aufgrund der kostenlosen Messaging Apps sind 56 Prozent der Befragten nicht mehr bereit, für die klassische SMS extra zu bezahlen.

Der Vorteil der Messaging Apps gegenüber der SMS: Neben einfachen Textnachrichten lassen sich auch Fotos, Videos und Audiodateien übermitteln. Im Rahmen der Chat-Funktion kann über die Apps zudem in Echtzeit miteinander kommuniziert werden. Die Messaging-Apps können einfach im Internet heruntergeladen werden und lassen sich schnell und problemlos einrichten. Zusatzkosten entstehen durch die Nutzung in der Regel nicht, da der anfallende Daten-Traffic über das gebuchte Datenpaket verrechnet wird.

Joyn – Messaging App der deutschen Netzbetreiber
Die bekanntesten Smartphone-Messaging-Apps sind derzeit „WhatsApp“ und „TextMe“. Die deutschen Netzbetreiber haben den Messaging-Dienst „Joyn“ ins Leben gerufen. Der Service basiert auf dem Standard RCS-e (Rich Communication Suite-enhanced). Bisher wird Joyn nur von Vodafone in vollem Umfang angeboten. Die Telekom testet Joyn derzeit mit einem ausgewählten Nutzerkreis. Telefonica o2 will den Joyn-Dienst in naher Zukunft starten.

Turboschnelle Datenübertragung per LTE
Der neue Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) bietet eine deutlich schnellere Datenübertragung als der Vorgänger UMTS. Messaging-Dienste funktionieren über das mobile Internet und profitieren daher von den hohen LTE-Datenraten. Smartphone-Messaging im LTE-Netz ermöglicht somit tatsächlich Chats in Echtzeit. Theoretisch können mit LTE Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s erreicht werden, im Upload werden bis zu 50 Mbit/s angepeilt. Verbraucher finden auf www.lte-smartphone.de aktuelle Informationen zum LTE-Ausbau der Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefonica o2.

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