Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau geben Tipps zur ökologischen Grabgestaltung

Bio auf dem Grab: Ökologischer Grabschmuck zu Allerheiligen

Zu Allerheiligen schmücken viele Menschen die Gräber ihrer Verwandten und Freunde mit neuer Bepflanzung. Die Kränze und Ahnengebinde drücken die Verbundenheit, Dankbarkeit und Achtung gegenüber den Verstorbenen aus. Ein traditionelles Gesteck besteht vorwiegend aus heimischen Grabpflanzen, die die Farben der Jahreszeit wiedergeben. Zunehmend sind sie in Bioqualität erhältlich.

Wer heimische Stauden und Gräser aus ökologischem Landbau auf dem Grab pflanzt, betreibt zudem aktiven Naturschutz. Sie bieten Lebensräume und ökologische Nischen für Kleintiere und Insekten. Je abwechslungsreicher die Auswahl, desto mehr unterschiedliche Arten können sich niederlassen. Umso wichtiger ist es dann, bei der Pflege auf künstliche Pflanzenschutzmittel und Dünger zu verzichten.

Expertinnen und Experten aus dem Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau wissen, welche Pflanzen sich für die spätherbstliche Grabgestaltung eignen:

TIPP 1: Konifere – Immergrüner Blickfang
Für den selbst gestalteten Grabschmuck kann das Grün einer Konifere, also einem Nadelholzgewächs, verwendet werden. Der Rückschnitt tut den Bäumen gut und die Zweige eignen sich sowohl fürs Grabgesteck als auch für die Advents- und Weihnachtsbinderei. Das Besondere daran ist die lange Haltbarkeit. Die Konifere nadelt nicht, sondern bleibt ein immergrüner Blickfang bis zum Frühjahr.
Tipps des Demonstrationsbetriebs Blumenschule Schongau, Schongau

TIPP 2: Chrysanthemen – Blühende Erinnerungsblume
Die Chrysantheme stammt ursprünglich aus Japan und wird bei uns meist regional kultiviert. Seit vielen Jahrhunderten gilt sie als Erinnerungsblume an die geliebten Verstorbenen. Die Pflanze blüht erst, wenn die Tage kürzer werden bei ca. 11 Stunden Tageslicht. Wer den Blütezeitpunkt der Chrysanthemen beeinflussen will, kann die Pflanzen mit dunklen Tüchern abdecken und somit den Tag künstlich verkürzen.
Tipp des Demonstrationsbetriebs Bio-Gärtnerei Christian Herb, Kempten

TIPP 3: Bergenien – Robuste Blattschmuckstauden
Bergenien sind robuste, wintergrüne Frühblüher und Blattschmuckstauden, deren Wildformen aus Ostasien stammen. Die im Winter teilweise in lodernden Farben leuchtenden ledrigen Blätter sind ein unverzichtbarer Schmuck im winterlichen Garten oder auf dem Grab. Zusammen mit Gräsern, Euphorbien und hohen Sedum-Sorten verwendet, können sie malerische Winterbilder schaffen. Zudem vertragen Bergenien erstaunlich viel Trockenheit und sind auch sonst sehr anspruchslos.
Tipp des Demonstrationsbetriebs Staudengärtnerei Gaißmayer, Illertissen

Noch mehr Tipps…
…gibt es direkt bei den Tippgebern und zahlreichen weiteren Demonstrationsbetrieben Ökologischer Landbau. Unter dem Motto „Bio live erleben!“ zeigen 239 Biohöfe, -gärtnereien, -weingüter und -imkereien, wie weit gefächert der ökologische Landbau ist und wie er funktioniert.

Mehr zum Netzwerk unter www.demonstrationsbetriebe.de

Immer mehr Menschen wollen wissen, wo und wie ihre Lebensmittel erzeugt und verarbeitet werden. Das geht am besten „vor Ort“, auf einem der 239 Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau. Unter dem Motto „Bio live erleben!“ zeigen diese Betriebe, wie weit gefächert der ökologische Landbau ist und wie er funktioniert. Die Türen und Tore der ausgewählten Bauern, Gärtner, Imker und Winzer sind für alle, die es wollen, geöffnet: Kindergartengruppen, Schulklassen, Verbrauchergruppen, aber auch Fachleute aus der Land- und Ernährungswirtschaft und nicht zuletzt die Medien.

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