Stammzelltherapie reduziert neurologische Spätfolgen
sup.- Dank der enormen medizinischen Fortschritte überleben immer mehr Kinder trotz extrem früher Geburt. Doch die Wahrscheinlichkeit schwerer Behinderungen steigt, je eher ein Kind entbunden wird. Insbesondere die Gefahr von Hirnschädigungen ist bei Babys, die weit vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt kommen, groß. Stammzellen aus der eigenen Nabelschnur können entsprechend betroffene Frühgeborene möglicherweise vor lebenslangen Entwicklungsstörungen bewahren. Diese Therapieoption wurde vor kurzem in einer Modell-Studie der Frauenklinik in Bern erfolgreich getestet. Dazu haben die Wissenschaftler des Forschungslabors für Pränatale Medizin am Inselspital Bern die Stammzellen kultiviert und daraus ein Transplantat gewonnen, das in den geschädigten Zonen im Gehirn die Regeneration gefördert hat. Die Schweizer Modell-Studie ist ein weiterer Beleg für das große Potenzial von Stammzellen aus der Nabelschnur für therapeutische Anwendungen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bereits in naher Zukunft jeder siebte Mensch von einer Behandlung auf Basis von Stammzellen profitieren kann. Weitere Informationen zur Bedeutung von Stammzellen aus der Nabelschnur gibt es z. B. unter www.vita34.de.
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