Bonn (news4today) – Männer sind oft Vorsorgemuffel! Denn bei der Gesundheitsvorsorge zeigen sich Männer nach Ansicht von Experten oft zu sorglos. Als Folge werden Risikofaktoren oder schwere Krankheiten beim „starken Geschlecht“ oft zu spät erkannt. Nach Herzinfarkt oder Krebserkrankung kann aber im schlimmsten Fall die Berufsunfähigkeit drohen. Doch auch bei der finanziellen Vorsorge klaffen Experten zufolge bei vielen Berufstätigen Lücken. Hier sollte rechtzeitig Aufklärung über bedarfsgerechte Absicherungsmöglichkeiten erfolgen. Das betont auch Ralph Brand, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe in Deutschland.
Bisher scheint gesundheitliche Vorsorge eher ein Frauenthema zu sein. Gerade in jungen Jahren legten Männer zu wenig Wert auf ihre Gesundheit, wie Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen, in den Medien erklärt. Nur jeder vierte Mann über 45 Jahren nutzt die Krebs-Früherkennung, so eine Analyse der Techniker Krankenkasse. Eine Studie der DKV belegt, dass Männer im Alter bis 70 Jahre zwar dreimal so häufig einen Herzinfarkt erleiden, wie Frauen in der Altersgruppe. Dennoch nehmen Statistiken zufolge dreimal mehr Frauen entsprechende Vorsorgeangebote in Anspruch als Männer. Wie der Bund der Versicherten informiert, gehören Krebserkrankungen mit einem Anteil von rund 15 Prozent zu den Hauptursachen, zum Beispiel für Erwerbsunfähigkeit, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen beträgt die Quote rund zehn Prozent. Ralph Brand sieht auch beim Informationsstand zum Thema Berufsunfähigkeit noch erheblichen Nachholbedarf.
Viele Berufstätige sind sich aber leider nicht bewusst, dass in ihrer Vorsorge gegen Berufsunfähigkeit oft ebenfalls große Lücken klaffen, wie Verbraucherschützer warnen. Angesichts der meist mageren staatlichen Erwerbsminderungsrenten komme an der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung niemand vorbei. Einen Überblick über die verschiedenen Angebote der einzelnen Versicherer zu bekommen, ist dabei laut Verbraucherzentrale Hamburg nicht immer einfach. Ralph Brand ergänzt aus Sicht der Zurich Gruppe Deutschland: „Kundenorientierung im Leistungsangebot erkennt der Versicherungskunde auch daran, dass neben einem Basisangebot zur Absicherung von Berufsunfähigkeit weitere bedarfsgerechte Absicherungen angeboten werden, wie zum Beispiel eine garantierte Rentensteigerung und eine Nachversicherungsgarantie.“
Das richtige Versicherungsprodukt für die eigene Berufs- und Lebenssituation lasse sich nur durch individuelle Beratung finden, so Ralph Brand. „Strikte Kundenorientierung geht für einen Versicherer bei der Absicherung von Berufsunfähigkeit so weit, dass er den Kunden auch bei der Geltendmachung seiner Ansprüche gut unterstützt, beispielsweise in Form eines Kundenmerkblatts. Kundenorientierte Versicherer haben in der Berufsunfähigkeit darüber hinaus überdurchschnittlich niedrige Rücktritts- und Anfechtungsquoten“, ist sich Ralph Brand sicher.
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