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Behandlung von Prostatakrebs

Strahlentherapie oder Operation?

Foto: Fotolia (No. 4915)

sup.- Mit knapp 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist das Prostatakarzinom in Deutschland die häufigste Krebserkrankung unter Männern. Prostatakrebs kann heute im Frühstadium durch eine Operation (Prostatektomie) oder eine Strahlentherapie geheilt werden. Eine aktuelle Studie aus den USA, in der mehr als 1.600 Männer ein, zwei, fünf und 15 Jahre nach der Behandlung zu ihren Beschwerden befragt wurden, liefert nun Vergleichsdaten zu den Langzeitauswirkungen der beiden Therapieoptionen. „Die Studie zeigt, dass insbesondere ältere Patienten, die bislang keine Probleme mit Inkontinenz, Potenz und Darmfunktion hatten, von der Strahlentherapie profitieren. Innerhalb der ersten Jahre haben sie deutliche Vorteile gegenüber operierten Patienten“, sagt Prof. Jürgen Dunst, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO).

Der Anteil der Patienten, die unter Inkontinenz litten, war in der Prostatektomie-Gruppe selbst nach fünfzehn Jahren noch doppelt so hoch wie bei den strahlentherapierten Patienten. Bei der Sexualfunktion hatten Männer aus der Operations-Gruppe nach zwei und fünf Jahren häufiger Erektionsstörungen als die aus der Radiotherapie-Gruppe, obwohl letztere im Mittel fünf Jahre älter waren. Nach fünfzehn Jahren kommt es hier zu einer Angleichung, die aber vor allem eine Folge des hohen Alters ist. Für die Strahlenbehandlung an Stelle einer Operation spricht zudem, dass es mittlerweile neue Formen der Radiotherapie gibt, die sehr präzise sind. „Bei der Bestrahlung mit Protonen wird im Gegensatz zur herkömmlichen Bestrahlung mit Röntgen die höchste Energie unmittelbar im Tumor abgegeben. Das umgebende gesunde Gewebe wird weitestgehend geschont, entsprechend gering sind die Nebenwirkungen“, erläutert Dr. Alfred Haidenberger vom Rinecker Proton Therapy Center (RPTC) in München. Weitere Informationen zu dieser innovativen Bestrahlungsmethode gibt es unter www.rptc.de.

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