Categories: Allgemein

ARAG Trend: Lebensmittelqualität – das Vertrauen ist angeknackst

ARAG Verbraucher-Information
Düsseldorf, 15.02.2013

Pferdefleisch in Tiefkühlkost – viele Verbraucher sind schockiert oder zumindest verunsichert. Angesichts vergangener Lebensmittelskandale hat die ARAG, gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid, in 2011 mehr als 1.000 Deutsche nach ihren Ernährungsgewohnheiten gefragt. Dabei standen die Nachwirkungen dieser Vorkommnisse auf das Vertrauen der Deutschen in die Lebensmittelqualität und auf mögliche Veränderungen auf das Einkaufsverhalten im Mittelpunkt. Der ARAG Trend zeigt: Die Deutschen stehen zwar der Lebensmittelqualität skeptisch gegenüber. Aber ihr Ernährungsverhalten ändern sie deswegen nicht nachhaltig.

Die Mehrheit ist misstrauisch
Ob BSE, Gammelfleisch oder Dioxin in Futtermitteln – eins haben alle Lebensmittelskandale gemeinsam: Sie stoßen auf großes Medieninteresse. Wie reagiert aber der Verbraucher auf diese Berichte? Die repräsentative Befragung vermittelt dazu ein klares Bild: Über die Hälfte der Deutschen (50,1 Prozent) äußerte die Befürchtung, die Lebensmittelskandale seien nur die „Spitze eines Eisberges“. Besonders deutlich urteilen diejenigen, die für die Ernährung ihrer Familie verantwortlich sind: Bei 71,0 Prozent der Hausfrauen und Hausmänner hat das Vertrauen in die Lebensmittel deutlich gelitten. Im Gegenzug glauben 41,6 Prozent der Befragten, dass es sich bei den Skandalen um Einzelfälle handele und die Lebensmittelqualität in Deutschland gut sei. Mehr als zwei Drittel aller Befragten, nämlich 69,5 Prozent, waren auch der Meinung, die Verursacher der Skandale müssten noch stärker als bisher zur Verantwortung gezogen und gegebenenfalls bestraft werden. Am deutlichsten wird diese Meinung von Verbrauchern in NRW vertreten.

Wie viel hilft „bio“?
Mit Blick auf die offenbar regelmäßig wiederkehrenden Lebensmittelskandale stellt sich die Frage nach den Alternativen zur industriellen Nahrungsmittelfertigung. Insgesamt halten 15,3 Prozent der Deutschen Bio-Produkte für die gesündere Alternative und kaufen diese überwiegend oder sogar nur noch. Dabei unterscheiden sich die Akzeptanzwerte zwischen dem Westen und dem Osten der Republik deutlich: Während 18,2 Prozent der Westdeutschen überwiegend auf Bio-Produkte setzten, sind es im Osten lediglich 4,4 Prozent. Immerhin meinen ein Viertel aller Westdeutschen (25,8 Prozent), auch Bio-Produkte seien belastet und deren Verzehr mache gar keinen Unterschied. In den neuen Bundesländern liegt diese Skepsis mit 37,3 Prozent sogar noch höher. Mit den unterschiedlichen Einkommensverhältnissen in Ost und West ist dieser hohe Akzeptanzunterschied von Bio-Produkten nicht zu erklären. In Ost wie West erklärten je 16,5 Prozent der Befragten, dass sie sich Bio-Ware nicht leisten können. Insgesamt scheint die Bereitschaft der Deutschen, mehr Geld für eine gesündere Ernährung auszugeben, gering zu sein: Lediglich 9,5 Prozent gaben an, dafür bewusst tiefer in die Tasche zu greifen.

Nachwirkungen der Skandale sind schwach
Nach dem letzten großen Lebensmittelskandal um Dioxin im Futtermittel für Hühner ging der Abverkauf von Eiern drastisch zurück, bei unbelasteten Bio-Eiern hatten Supermärkte demgegenüber Engpässe. Die ARAG wollte wissen, wie nachhaltig solche Reaktionen der Verbraucher auf längere Sicht sind. Jeder Fünfte (20,4 Prozent) antwortete, er hätte schon einmal das Ess- und Einkaufsverhalten nach einem Lebensmittelskandal geändert. Von längerer Dauer waren die guten Vorsätze aber nur bei 11,4 Prozent der Befragten. Das bedeutet, dass praktisch 80 Prozent der Deutschen ihr Ernährungsverhalten auch kurzfristig nicht angepasst haben.

Der Text hat ca. 3.840 Zeichen und steht mit Grafikmaterial zum Download bereit unter: http://www.arag.de/die-arag/presse/unternehmensmeldungen/05087/

Der ARAG Konzern ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz. Die ARAG versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand auch über die leistungsstarken Tochterunternehmen im deutschen Komposit-, Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft sowie die internationalen Gesellschaften und Beteiligungen in 13 weiteren europäischen Ländern und den USA – viele davon auf führenden Positionen in ihrem jeweiligen Rechtsschutzmarkt. Mit knapp 3.500 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von knapp 1,5 Milliarden EUR.

Kontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt:
redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50676 Köln
0221-92428215
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
http://www.ARAG.de

Hasselwander-PR

PR-Neuigkeiten: Das individuelle Partnernetzwerk

Share
Published by
Hasselwander-PR

Recent Posts

10 Jahre Yasmin Mohr Osteopathie Bensheim

Yasmin-Mohr-OsteopathWas während der Physiotherapie-Ausbildung im Jahr 2002 als Begeisterung für die Osteopathie begann, entwickelte sich…

1 Stunde ago

IRIS begleitet Adaptive ML vom Seed-Investment zum Exit an Datadog

Europäischer VC investierte bereits 2024 – nur fünf Monate nach Gründung des KI-Start-ups. Adaptive ML…

14 Stunden ago

AOC präsentiert: Gaming-Monitore CU34G4CA und CU34G4ZCA

180 / 250 Hz OC mit 90 W USB-C und KVM-Switch Amsterdam, 17. Juli 2026…

14 Stunden ago

Human Quality Capital: Wiesbadener Führungsexpertin erhält höchste Auszeichnung für Zukunftsansatz im KI-Zeitalter

Warum Unternehmen künftig mehr in menschliche Reife investieren müssen – Platin-Auszeichnung für Ines Rauscher im…

21 Stunden ago

Stadt Dachau – vielfältiges Kultur- und Freizeitprogramm lädt zum Entdecken ein

Von spannenden Veranstaltungen bis hin zu kühlenden Orten zum Entspannen Biergarten am Wasserturm (Bildquelle: @…

21 Stunden ago

Buch Mitarbeiterbindung: Jetzt im Handel!

Der Nutzen von Mitarbeiterbindung für Retention Management, Arbeitgeberattraktivität, Performance Improvement Fachkräftemangel? Personalmangel? Hier sind die…

21 Stunden ago