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App-Security-Check für iOS, Android & Co.

it-sa 2013: Fraunhofer SIT zeigt Tool für automatisierte Sicherheitstests von Apps Viele iPhone-Apps verletzen IT-Sicherheitsrichtlinien von Unternehmen

(ddp direct) Jede App, die ein Mitarbeiter auf einem mobilen Gerät installiert, stellt für sein Unternehmen ein Sicherheitsrisiko dar. Fraunhofer SIT hat deshalb „Appicaptor“ entwickelt, ein Testwerkzeug, das prüft, ob Apps die Sicherheitsanforderungen von Unternehmen erfüllen. Das Testwerkzeug wird gegenwärtig zur Analyse von iOS und Android Apps verwendet, ist jedoch auf andere Plattformen erweiterbar. Die Sicherheitsüberprüfung einer App dauert durchschnittlich zehn Minuten. Wie wichtig eine solche Prüfung ist, zeigen Probeläufe mit Pilotkunden für iPhone-Apps: Von den 400 beliebtesten Business-Apps, die mit Appicaptor geprüft wurden, erfüllten über 300 nicht die Sicherheitsanforderungen des Unternehmens. „Dabei haben wir nur einen kleinen Ausschnitt der Sicherheitsanforderungen aus dem Gesamtkatalog geprüft“, sagt Dr. Jens Heider, Abteilungsleiter am Fraunhofer SIT und Chefentwickler von „Appicaptor“. Das Institut zeigt das Testwerkzeug erstmals vom 8. bis zum 10. Oktober auf der Security-Messe it-sa in Nürnberg (Halle 12, Stand 436). Anwender-Unternehmen oder App-Entwickler können unter www.sit.fraunhofer.de/appicaptor einen kostenlosen Beispielbericht anfordern.

Adressbuch, Emails, Passwörter – viele Nutzer wissen nicht, worauf ihre Apps zugreifen und was mit ihren Daten passiert. Darüber hinaus können Apps auch Schwachstellen enthalten, die für Unternehmen ein großes Risiko bedeuten. Denn Angreifer können solche Sicherheitslücken für Sabotage oder Wirtschaftsspionage nutzen, auch wenn sie selbst die Apps nicht programmiert haben. „Die Sicherheitsprüfungen der verschiedenen App-Stores suchen nicht ausreichend nach Schwachstellen-Indikatoren, deshalb haben wir Appicaptor entwickelt“, sagt Heider.

„Appicaptor“ generiert neben Black- oder Whitelists auch einen Testbericht, in dem die Ergebnisse detailliert beschrieben sind. Dadurch unterstützt das Werkzeug Unternehmen bei der Risikobewertung und der Einhaltung von Compliance-Vorschriften. „Wir haben bei der Entwicklung besonderen Wert darauf gelegt, dass auch Nutzer und Entscheider ohne tiefgreifendes Know-how in Sachen IT-Sicherheit das Risiko einschätzen können“, sagt Heider. „Bei Bedarf führen wir für unsere Kunden auch Tiefenanalysen durch, zum Beispiel bei sicherheitssensitiven Anwendungen wie Banking-Apps.“ Derzeit bietet Fraunhofer SIT „Appicaptor“ nur im Rahmen von forschungsgestützten Dienstleistungen an. Heider und sein Team entwickeln das Testwerkzeug ständig weiter und fügen neue Prüfkriterien hinzu. Der Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis wird unterstützt durch den europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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=== Viele Apps genügen nicht den Sicherheitsanforderungen von Unternehmen. (Bild) ===

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Die Informationstechnologie hat bereits weite Teile unseres Alltags durchdrungen: Ob Auto, Telefon oder Heizung ohne IT-Einsatz sind die meisten Geräte und Anlagen heute nicht mehr denkbar. Insbesondere Unternehmen nutzen ­­­IT-Systeme zur effektiven Gestaltung ihrer Arbeitsprozesse. Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie beschäftigt sich mit dem Schutz dieser Systeme vor Ausfällen, Angriffen und Manipu­lationen.

Das Institut ist für Unternehmen aller Branchen tätig. Viele er­folg­reiche Projekte mit internationalen Partnern sind ein­­­­drucks­voller Beweis für eine vertrauensvolle und zuverlässige Zusam­men­­arbeit. Zu unseren Kunden zählen unter anderem die Deutsche Bank, SAP, Deutsche Telekom und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Kontakt:
Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie
Oliver Küch
Rheinstraße 75
64295 Darmstadt
06151/869-213
presse@sit.fraunhofer.de
www.sit.fraunhofer.de

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